Reisebericht France 2006

Die erste Reise nach 20 Jahren wieder mit dem Motorrad. Es roch nach Abenteuer und ich freute mich wie Bolle auf die erste große Tour mit der Afrika Twin. Natürlich hatte ich eine Petronella samt Petroleum dabei und die alten Schlafsäcke, waren ja nur 3 x benutzt. Dementsprechend hoch war der Turm hinter mir. 2 riesige Packsäcke um meinen ganzen Krempel zu verstauen.


Africa Twin on Tour . . .


Käffchenpause morgens um 5:00 irgendwo bei Saarbrücken


Unwirkliche Gegend hier . . .


Cappumaschiene . . . selbstredend dabei . . . und die Hühnerbrühe schaut vorwitzig aus'm Koffer . . .


Ich hatte da Mopped vollgepackt vor die Tür gestellt und wachte Nachts um 02:00 Uhr auf. Los . . . bloß los. Nach einem schnellen Kaffee saß ich auf dem Bock und surfte durch die warme Nacht in den neuen Tag hinein. Nach etwa 10 Stunden hatte ich keine Lust mehr auf fahren, auch weil mir eine kleine Unachtsamkeit zu denken gab . . .ich wäre fast volle Brause mit einem entgegen kommenden Auto zusammengekracht. Da viel mir erst meine Müdigkeit auf und ich suchte mir was mit Dusche und Bett.


Mittags auf einem Waldparkplatz




Die 45 Euronen . . .

taten zwar weh aber die Dusche hat das alles wettgemacht. Abends stellte ich dann noch fest das mein Kettensatz “überraschender Weise” total fertig war. Den hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt und ich beschloss den Kettensatz neu zu besorgen und bei meinem ersten Freecamp zu wechseln.


feiner Ausblick ...


Das hatte ich mir aber auch verdient . . .






Freecamp Achern . . . mit Kettenwechsel . . .

Die A5 war keine 500 Meter weit weg, was mich aber nicht im geringsten störte. Erstmal einen Kettensatz besorgen und dann wechseln. Ich ärgerte mich ein wenig über mich selbst. Zum Glück hatte ich alle relevanten Hondahändler die meine Route säumten in mein Navi einprogrammiert. So waren es nur 20 Km zum nächsten Teiledealer und gegen Mittag des 2.ten Tages war ich wieder auf dem Campingplatz und hatte den Kettensatz in 2,5 Stunden gewechselt. Die Schwinge ging etwas schwer heraus. Dank eines Fäustels hab ich aber dann doch die Schwingenachse herausbekommen um die Endloskette zu montieren. Ein weißer RK Aufkleber zierte von da an meine Schwinge. Abends hab ich mich dann mit einem großen Topf „Spaghetti“ belohnt, zumal die kocherei voll mein Ding ist. Gut essen und dann auch noch durch die Lande reisen finde ich einfach toll und gehört bei mir einfach zum Reisen dazu.


Camping bei Achern . . . Spageddie gehen immer




War ein ganz schönes gewürge den festgegammelten Schwingenbolzen heraus zu bekommen


Frankreich / Jura . . .

hier bin ich schon in Frankreich, die Berge beginnen. Nachdem ich wunderbar durch das Jura gesurft bin wurde es zusehends ungemütlicher. Die Straßen nass es wurde Zeit die Pelerine überzustreifen. Das Wetter . . . sollte mich von nun an begleiten. Das tat aber meiner Reiselust keinen Abbruch.


Es fing an zu regnen . . .


Schnell die Regenklamotten rausgefummelt


Hinter der Sitzgelegenheit ne Müllkippe, ein Franzman kommt, macht den Kofferraum auf und feuert blaue Müllsaäcke durch die Büsche, dahinter sah es so aus.


Campsite Crotenots . . .

Bin hier am Freitag aufgeschlagen nachdem mich ein heftiges Unwetter unsagbar schnell komplett durchgeweicht hatte. Es blieb nicht mal Zeit schnell die Regenkombi anzuziehen da nirgendwo etwas zum unterstellen war ... also Augen zu und durch . Da dieses phantastische Zelt von Louis auch nicht dicht war beschloss ich dort wo das Wasser von der Zeltdecke tropfte einen Becher hinzustellen damit das Wasser nicht meine Apside flutete. Das war fortan mein RAINOMETER. In einer halben Stunde war der Becher voll, so hat es geschifft ...



So viele Wegschnecken hatte ich noch nie gesehen. Ach das hatte ich noch gar nicht bemerkt. Das Zelt war von Louis. Hab extra auf Qualität geachtet (ha ha) und was gekauft wo „Outdoor“ drauf stand. Das war so grottig das man das Innenzelt nicht einhängen konnte und nun liefen die Wegschnecken durch mein Home.


Wegschnecken soweit das Auge reicht


Vizille . . .

ist eine französische Gemeinde im Département Isère in der Region Rhône-Alpes

Der Drac

Er entspringt in den Hochalpen ca. 30 km nordöstlich von GAP und fließt etwa 90 km in der Nähe der Route Napoleon .


Schön ne Rauchpause auf der Brücke über den Drac


Vizille ... N1085 Route de Laffrey zur N85 Route Napoleon

es ist nicht mehr weit zur N85 auch als Route Napoleon bezeichnet
Pause auf der Brücke mit Blick auf den Fluss "DRAC"


Allerbestes Reisewetter für die „Route Napoleon“


Vizille . . .

ist eine französische Gemeinde im Département I

sère in der Region Rhône-Alpes

Der Fluss Drac

Er entspringt in den Hochalpen ca. 30 km nordöstlich von GAP und fließt etwa 90 km in der Nähe der Route Napoleon .


Der Fluß Drac . . .


Der Schweizer...

Thomas - hab ihn bei einer Pause auf der Route Napoleon aufgegabelt ca. 80 km vor Gap. Sehr netter Typ mit GS 650 Dakar. Sind dann zusammen weitergefahren.


Tja . . . was soll man dazu sagen . . .


Es war noch unglaublich warm, gegen 24:00 Uhr hatten wir noch 20°


Schnelle Suppe und nen Kaffee reingezogen, zu mehr hatten wir keine Lust


30 Kilometer vor Gap . . .

haben wir diesen Zeltplatz gefunden der an einem Berg gelegen war und Terrassenförmig zur Bergspitze hin angelegt war. Hier checkten wir ein. Es war hier selbst gegen 24:00 immer noch 22 Grad warm .

Gap . . .

wahren am nächsten Tag erst mal einkaufen in Gap, ein Wintersportdorado was zu dieser Zeit in der wir unterwegs wahren mit Wanderern überflutet war. Das Ergebnis unseres chnick und schnack. Hatte auch in Gap einen neuen Sommerschlafsack besorgt da meine 2 Sommersäcke 20 Jahre alt wahren und unheimlich juckten auf der Haut, obwohl die nur 2-3 mal benutzt worden sind. Auch hab ich hier meine Petronella verschenkt und umgestellt auf Stirnlampe, was die Platzverhältnisse in meinen Koffer deutlich zu meinen Gunsten verschob.




Einen Pfannenwender findet man in jedem guten Haushalt . . . grins . . . den hab ich immer noch, ist aber mitlerweile frisiert (abgesägt)


Da lacht der Vagabund . . . mehr ging wirklich nicht auf den Teller, aber es gab ja Nachschlag . . . unglaublich . . . frage mich heute noch wo der das alles hingestopft hat . . .ja junge Menschen wachsen halt noch . . .grins


herrlich anzuschaun, wie die Hamsterbacken arbeiten . . .


Abends dann noch einen Smaltalk bei Rotwein und Bier


Abreise für Thomas . . .

Morgens so gegen 8:00 … Aufbruch


Ruckzuck zusammengerödelt . . . hab ihn grad noch erwischt


Thomas . . .

wollte noch ans Meer und ein bisserl durch Bella Italia gondeln. Ich machte mich 2 Stunden später auf den Weg nach gap und dann zum Col Lebraut.


Erstmal nach Gap zum freundlichen nen neuen Kettensatz abholen . . leider war das vordere Ritzel rund . . kommt mir bekannt vor. Ich bin dann zu Col Lebraut und Lac de Serre Procon gefahren.




Campsite Al Censo im Tessin . . .

schon auf der Anfahrt nach Wien


Palmen . . . unglaublich






Ich wollte hier eigentlich nur trocknen was aber leider durch die hohe Luftfeuchtigkeit nicht möglich war da man die Zeit danach stellen konnte wann es wieder zu regnen begann

- - - Morgens - Mittags - - Abends - - -

Afrika Twin goes Pitztal . . .

bis hierher ohne Ausfälle was wohl auch darauf zurückzuführen war das ich die neuralgischen Punkte (Steckverbindung Regler)
vor Reisebeginn ausgetauscht habe


Twin goes Pitztal


Imster Au




Imster Au - Landeck - Pitztal - Wien
endlich wieder ein bisschen Sonne, Zeit einen Trocknungstag einzulegen. Es tat einfach nur gut nach dem ganzen Regen einfach den Bauch in die Sonne zu halten und mal richtig durchzuwärmen .




„ Lilly „


Hierzu noch eine Geschichte die mir einfällt . . .
Ich befand mich noch in Frankreich und hatte wieder einmal versäumt mir bei Tageslicht einen Schlafplatz zu suchen.  Also beschloss ich durchzufahren nach Landeck und dann 2-3 Tage dort zu bleiben. Es galt also den kürzesten Weg zu finden. Mit Navi, den ich fortan “LILLY” taufte sollte das ja kein Problem sein. Lilly lotste mich durch die Nacht und ich freute mich das ich nicht alle 20 Km auf die Karte guggen musste.
Die Straßen wurden immer enger und Lilly meinte nur fahr mal ich zeige dir den Weg. Es ging in engen Kehren bergan und Nebel kam auf. Mehr wie 20 Meter konnte man nicht sehen.
Dann begann es zu Regnen, also den Regenkombi raus und schnell hineingeschlüpft.Ich steckte ein Bein in den Anzug und zog mir gleich mal dieses Netzfutter unten aus den Hosenbein. Wer hat das bloß erfunden dachte ich fluchend bei mir um beim einsteigen in das zweite Bein ebenfalls das Netz aus dem Anzug herauszuziehen. Ich bin Explodiert, das muss man sich vorstellen wie damals die Werbung vom HB-Männchen. Auf einem Bein tanzend und fluchend versuchte ich dieses Machwerk anzuziehen was mir dann nach 20 min. auch gelang. Es war mittlerweile 24:00 und ich beschloss noch eine zu rauchen um ein bisschen runterzukommen, das beste kam ja erst noch

Also erstma rauchen, schwitzend wie ein Schwein, sauer auf diesen Anzug mitten in der Nacht und Lilly trötete .... fortan mein Tommel weiter . . . immer weiter.

Ich schnipste den Rest der Kippe weg um weiter bergan zu fahren. Der kleine Ort den ich dabei passierte hatte so enge Wege das ich mir Sorgen um die breite der Twin machte. Die Koffer gingen gerade noch so durch.

Bergan mein Tommel trötete Lilli mittels Sprachwiedergabe in meine Ohren.

Der Nebel und der Regen hörten auf und wir kamen auf ein kleines Plateau in dessen Mitte sich eine Marienstatue befand. Lilly bemerkte dazu nur “BITTE WENDEN SIE JETZT” da es nicht weiterging hier oben.r platzte mir endgültig der Kragen und es war klar es kommt ein Garmin.

Kühtai und der Feenwald . . .


So klares Wasser






Mir war nicht klar was das bedeuten sollte.

Bin dann mal den Weg weiter rauf gefahren und wie ich die Staumauer gesehen hab war auch die Bedeutung des Schildes klar.





weiter nach Insbruck - Interlaaken - Wien


Insbruck




Koffiebar is „open“


lecker Käffchen mit Marmeladenbrot das muss reichen das Wetter war zu schlecht um lange Pause zu machen


An einem Seecampingplatz in Österreich


Einfach schön ruhig ...


… das macht Lust und Hunger


Waren kaum noch Leute auf dem Platz.




Auf dem Weg nach Wien




Ich vermisse die Berge jetzt schon




Hatte vor mich mit einem Freund in Wien zu treffen man sollte vorher anrufen dann klappt's auch mit dem Freund. Bin über Passau immer an der Donau lang von der ich enttäuscht war weil die so gestunken hat. Da riecht die Elbe doch wie ein Duftwässerchen.

Leider hat das Treffen in Wien nicht geklappt wobei ich bemerken muss das Wien verkehrsmäßig schlimmer ist wie Paris.ch hab da fast einen Herzkasper bekommen wie ich auf einmal in die 3-spurige Einbahnstraße eingefahren bin und mir viele Wiener böse entgegenkamen … schnell weg hier und in einem Stück wieder zurück nach Passau … wiedereinmal so eine Durchfahraktion … das sollte mal besser geplant werden .






Wobei das mit dem schlafen war auch so ne Sache. Bin morgens so gegen 4:00 Uhr aufgewacht und hatte eine Megaerkältung. Hab da eine ganze Rolle Klohpapier weggeschnupft, der Campbetreiber möge mir verzeihen, aber zum Glück wahren noch genügend Rollen auf'm Klo vorhanden.

Der Campingplatz, zum Glück hab ich den gefunden, ist ein Bauernhof der noch bewirtschaftet wird und alles hier ist sehr liebevoll gemacht wie nachfolgende Bilder zeigen.




Kleine Ferienwohnungen auf'm Bauernhof




Lustige Gerätschaften aus de vorigen Jahrhundert hingen hier überall rum






Ein Schild . . .?


Aaaaaaaah . . .




Abschließend

möchte ich sagen, das Wetter war eine einzige Katastrophe. Von den 21 Tagen die ich unterwegs war hatte ich 70% Regen. Trotzdem war das der beste Urlaub den ich seit 20 Jahren gemacht habe auch wenn ich heute besser vorbereitet losfahre. Man benutzt eben keine Petrofunzeln mehr, dat geht elektrisch viel besser.



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